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Test: HTC Flyer (+ Gewinnspiel)

Beitrag vom 09 Juni 2011 von Chris Lietze

Tablets fehlen mir bisher noch auf meiner Einkaufsliste. Am liebsten mit QNX oder halt Android, aber dann kein Honeycomb, gefällt mir nicht. Das HTC Flyer kommt mit Gingerbread daher, mal schauen …

Antesten konnte ich das Flyer zwar schon im Mitte April auf der Vorstellung des HTC Sensation – welches mir übrigens besser gefällt als das SGS2 – jedoch war die Firmware da noch nicht ganz fertig und zum anderen gab es kurz danach n Festplattencrash, wodurch eh alle Screenshots, Fotos und Videos weg waren. Mein Eindruck war aber schon damals bis auf wenige Punkte eher positiv.

Vor kurzem fragte mich dann HTC, ob ich das Flyer noch mal testen möchte … was ne Frage, klar doch!

Verarbeitung & Hardware

Wie bereits bei so manchen Smartphones setzt HTC auch beim Flyer auf einen Unibody aus Aluminium, wodurch es eine im Vergleich zu anderen Tablets eine enorme Wertigkeit bekommt. Lediglich auf der Rückseite sind oben und unten Plastikabdeckungen für die SIM-Karte (nicht zum Telefonieren), die microSD(HC)-Karte und den Akku.

Viele Tasten hat das erste Tablet von HTC nicht, An/Aus und Lautstärke, dazu einen 3,5mm-Anschluss an der Oberseite und der microUSB-Anschluss an der Unterseite. Einen TV-Ausgang oder gar einen USB-Host-Port gibt es leider nicht.

Auf der Rückseite prangt dann schließlich noch sehr auffällig die Kamera mit 5 Megapixeln, leider ohne jeden Blitz. Die Frontkamera, die mit 1280×720 Pixeln auflöst, sitzt neben dem Display im schwarzen Rahmen. Man kann sie nicht nur für die Videotelefonie via Skype nutzen, sondern auch als „vollwertige“ Kamera, sie also auch aus der Kamera-App heraus ansteuern und damit Fotos und Videos machen (je 1280×720).

Mit ca 428 Gramm ist das HTC Flyer noch recht angenehm mit einer Hand zu halten, auch über längere Zeit. Klar, liegt natürlich auch an dem kleineren Baufaktor von nur 7 Zoll.

Ein weiterer Vorteil des Aluminiums ist die gute Wärmeabgabe. Wirklich aufheizen ist nicht, selbst unter Volllast blieb das Flyer kalt bis handwarm.

Nur bedingt tauglich für die Nutzung im Freien sind Display und Lautsprecher. Das Display wird schon schwer lesbar, selbst wenn die Sonne nicht direkt drauf trifft. Und wenn man sich ein Video ansehen will, darf es auch nicht so laut um einen herum sein. Zwar kann man SRS aktivieren, was den kleinen Lautsprechern einen hörbaren Schub gibt in Sachen Lautstärke, aber wirklich alltagstauglich ist es trotzdem nicht.

Gut umgesetzt sind die Android-Bedientasten, diese sind nämlich nicht starr an einer Seite untergebracht, sondern wandern mit dem Bildschirminhalt mit, je nach Ausrichtung. Sie nehmen jedoch keinen Platz im normalen Androidsystem ein und klauen dort Pixel, sondern werden über kleine Dioden im schwarzen Rand herum angezeigt und beleuchtet.

Technische Daten

  • Qualcomm 8255 CPU mit 1,5 GHz
  • 7 Zoll kapazitiver Touchscreen mit 1024*600 Pixel
  • 1 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher (20 GB + 8 GB effektiv)
  • WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 3.0, GPS
  • HSPA/GPRS/EDGE
  • Webcam mit 5.0 Megapixel und 720p-Videoaufnahme
  • Li-Ionen-Akku mit 4000 mAh
  • 420 Gramm leicht

Betriebssystem & Software

Für mich persönlich definitiv ein Pluspunkt gegenüber Xoom und Co: es ist zwar Android drauf, aber kein Honeycomb. So schön der Look von Android 3.x auch ist, es ist für mich einfach noch zuviel Gewurschtel. Solang es da nicht wirklich vorwärts geht, kann ich sehr gut mit der altbekannten Smartphone-Oberfläche leben. HTC hat Sense dazu auch noch schön für Tablets angepasst, was eine sofortige Nutzung ohne Schwierigkeiten möglich macht.

Sofort gefallen und für sinnvoll befunden, die Möglichkeit auf dem gesperrten Bildschirm gleich eine App mit dem Entsperren zu starten. Man kann nämlich vier Apps seiner Wahl dort ablegen. Zum Starten zieht man sie dann einfach in den silbernen Ring, fertig. Dazu gibt einem Sense die Möglichkeit ausgewählte Widgets auf dem Lockscreen anzeigen zu lassen. Das alles kann man relativ frei anpassen. Was mit fehlt, sind andere Schriftarten (größer/kleiner), Kontrastanpassungen oder auch mehr Apps auf dem Lockscreen.

Und wer jetzt glaubt, man braucht doch unbedingt Dual Core, der irrt. Bis auf 1080p-Videos bei Youtube gab es keine Situation, in der das HTC Flyer ins Stottern kam. 1080P-Videos direkt von der Speicherkarte liefen dagegen ohne jedes Ruckeln, auch schnelles Vorspulen oder Springen war kein Problem. Single Core mit 1,5 GHz reichen da locker aus. Sogar noch weniger, wenn ich mein HTC HD2 mit Android-ROM ansehe, da reichen sogar 1 Ghz für ruckelfreien 1080p-Videogenuss.

Verglichen mit dem Samsung Galaxy Tab (1 Ghz, 512 MB RAM, Android 2.3.3) sieht man bei Benchmarks recht deutliche Unterschiede. Teilweise erreicht das Flyer gegenüber dem Galaxy Tab die doppelten Werte. Jedoch, das Galaxy Tab schafft 1080p-Videos auch bei Youtube. Benchmarks alleine sagen also nur bedingt was aus.

Zurück zum Flyer. Neben Sense gibt es so manch sinnvolle Tabletanpassungen. So haben unter anderem Nachrichten- und Mail-App einen schönen Landscape-Modus, bei dem man links eine Navigationsleite der einzelnen Inhalte hat und auswählen kann, der dann rechts angezeigt wird. Leider sind nicht alle Apps so gut angepasst. Sieht man sich zum Beispiel die facebook-App an, bekommt man einen guten Eindruck, wie viel Platz sinnlos verschwendet wird. Da heißt es nachbessern, was HTC und andere Hersteller aber eh nur bedingt bis gar nicht beeinflussen können.

Zieht man die Benachrichtigungsleiste nach unten, sieht man zum einen die zuletzt genutzten Apps, aber hat auch die Zugriff auf die wichtigsten Hardwarefunktionen, wie WLAN, Bluetooth, Displayhelligkeit und so weiter.

Wie auch mein Motorola Milestone 2 hat das HTC Flyer einen Dock-Modus. Wird es in einer Dockingstation abgelegt, startet ein Programm, dass angepasste Widgets lädt und weitere Infos anzeigt. Auch ein Navigationsdock gibt es, der Nutzung als Navigationsgerät im Auto steht mit der passenden Halterung also fast nix mehr im Wege.

Das HTC Flyer hat 32 GB internen Speicher, wovon effektiv nur knapp 28 GB übrig bleiben. Und diese werden auch noch aufgeteilt. Knapp 8 GB werden als interner Speicher zur Verfügung gestellt, sprich für Apps. Die restlichen knapp 20 GB stehen auch für eigene Inhalte wie Musik oder Videos zur Verfügung und können dann auch via Massenspeichermodus am PC/Mac genutzt werden.

Als kleines Gadget bringt das HTC einen Stift mit, der in der Nutzung und bei der Software an das Wacom Bamboo erinnert. Tippt man mit dem Stift auf den Bildschirm, wird ein Screenshot erstellt und wahlweise auch sofort der Notizblock geöffnet, in dem man dieses Bild mit eigenen Notizen vollschreiben kann. Leider ist der Stift nicht von Hause aus dabei, sondern kostet als extra Zubehör ca 30 Euro. Die Software ist wie eben die von Wacom ;) sehr übersichtlich und recht umfangreich. Man zwischen verschiedenen virtuellen Stiften wählen, Linienbreit, Farbe, Füllung, etc und somit – Talent vorausgesetzt – auch zeichnen.

Hier mal ein kurzes Video, gedreht von Daniil (tblt.de):

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Kamera

Die Hauptkamera hat 5 Megapixel, wirklich schön sehen die Bilder jedoch nicht aus, es bleibt daher beim bekannten HTC-Kamera-Symtom. Für Schnappschüsse ok, wer mehr braucht/will, muss sich umschauen. Dazu fehlt halt noch ein LED-Blitz, der zumindest bei einigen Motiven und nicht so gutem Licht helfen könnte. Aber ok, es ist halt ein Tablet und keine Digicam.

Die Frontkamera löst mit 720p auf und ist für Skype-Videochat absolut ok, aber für mehr nicht. Apple macht’s nicht besser, von daher eh kein Kriterium.

Hier dann mal die Videos, zuerst das der Hauptkamera, sprich die auf der Rückseite:

Und hier das Video der Frontkamera:

Internet

Smartphones da mit Tablets zu vergleichen ist nicht ganz fair. Trotz ähnlicher Auflösung bietet ein Tablet allein schon auf Grund des größeren Displays mehr Spaß und Übersicht im Netz. Die Seiten werden im WLAN schnell aufgebaut und es lässt sich – wieder dient das Galaxy Tab als Referenz – absolut ruckelfrei scrollen und zoomen.

Was jedoch trotz aktueller Flashversion noch ruckelt sind Seiten wie derbauer.de, die es aber auch extrem einsetzen. Angebote wie tape.tv oder jango.com ließen sich nicht nutzen, da dort die wichtigsten Elemente schlichtweg nicht geladen wurden. Flash ist und bleibt einfach Rotz auf Android, wird Zeit für Wallaby und html5 …

Messaging

SIM-Karte ins HTC Flyer und schon sind SMS und WhatsApp kein Problem. Die Tastatur ist erwartungsgemäß groß genug zum schnellen Schreiben. Für wirklich lange Texte würde ich dann aber doch 10 Zoll oder größer bevorzugen.

Navigation

Dank dem eingebauten GPS-Empfänger kann man mit das HTC Flyer auch als Navigationssystem nutzen. Sicherlich nicht die beste Verwendung für ein Tablet, aber im Notfall ok. Sinnvoller ist es im Auto. Wie schon gesagt gibt es eine Software, die in Verbindung mit einern Kfz-Dock automatisch startet und dem Fahrer sehr übersichtlich und mit großen Buttons die Bedienung während der Autofahrt einfacher gestaltet. Und man kann auch nicht aus Versehen auf den Zurück-Button kommen, man muss die Anwendung schon explizit schließen.

Akku

Im Dauerbetrieb hielt das HTC Flyer ca vier Stunden durch, mit 3G und hellstem Display. Optimiert man ein wenig und nutzt WLAN statt 3G sind vielleicht fünf bis sechs vorstellbar. Für nen Arbeitstag zu wenig, für nen mobilen Nutzer zwischendurch eventuell ausreichend. Insgesamt finde ich es eher durchschnittlich als gut, hab mir mehr erwartet.

Fazit

Grundsätzlich ist das HTC Flyer ein gutes Tablet. Man sollte jedoch nicht zuviel erwarten. Der Akku müsste stärker sein, das Display ist im Außeneinsatz nicht zu empfehlen. Das Gewicht ist ok, selbst wenn man es lange in einer Hand hält. Zum Schluss zählt aber auch der Preis, mit knapp 600 Euro ist das HTC Flyer zu teuer, wenn man die direkte Konkurrenz vergleicht.

Und nun zum Gewinnspiel, o2 verlost die nächsten Wochen insgesamt 12 Stück. Die Teilnahme ist ziemlich einfach. Mit dem Handy und facebook Places, foursqare, friendticker oder Qype in einem o2 Shop einchecken, fertig. Die genauen Infos und Bedingungen findet ihr hier.

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  1. HTC Flyer Stiftbenutzung im ausführlichen Hands-On Video! « TBLT.DE Sagte:

    [...] Der Testbericht auf Hardworkingbee ist online, sehr [...]

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