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Test: Sony Ericsson Xperia X8

Beitrag vom 28 September 2010 von Chris Lietze

Das Sony Ericsson X8 ist das jüngste Mitglied der Xperia-Reihe. Es ist größer als X10 Mini / Pro und somit für viele Dank des 3 Zoll Displays alltagstauglicher.

Auf der IFA konnte jeder Besucher das X8 schon antesten, nur wenige Tage später traf unser Testexemplar dann auch schon bei uns ein, dafür erstmal Danke an Sony Ericsson.

Eines noch kurz vorweg, die Firmware auf unserem X8 war an sich fast fertig, jedoch nicht final. Bereits während unseres Tests gab es neue Versionen.

Das mittlerweile vierte Xperia mit Android ist zwar vom Namen her das “kleinste”, hat aber gegenüber den Mini / Pro (meiner Meinung nach) die besseren Argumente. Es wirkt flacher, hat einen etwas größeren Bildschirm und eine bessere Auflösung. Zwar ist die Kamera n Tacken schwächer, aber hey …

Verarbeitung & Hardware

Sony Ericsson verwendet beim X8, das zur Einsteigerklasse gehört, leider nur Plastik als Gehäusematerial. Glücklicherweise ist es gut verarbeitet. Es wirkt keineswegs billig, der Unterschied zur X10-Reihe ist jedoch spürbar.

Tasten hat das X8 nur wenige. Die drei bekannten für Android, sowie für die Lautstärke und die Kamera. Sie sind alle verchromt und sitzen recht gut. Lediglich die Kamerataste ist etwas fester.

Auf der Rückseite ist natürlich die 3,2 Megapixelkamera untergebracht, leider ohne Blitzlicht. Dazu noch der Lautsprecher, der im Gegensatz zum großen X10 ordentlich Krach macht – zumindest für ein Handy. Generell ist das X8 recht laut. Egal ob Freisprechsprechfunktion oder beim Musik hören – man hat nie Probleme.

An der Oberseite sind schließlich die Taste zum Ein- und Ausschalten, der 3,5mm-Klinkenschluss und hinter einem Schutz der microUSB-Port.

Das kapazitive, 3 Zoll große, Display mit 320×480 Pixel bietet eine brauchbare Auflösung. Der Touchscreen reagiert insgesamt gut, hatte aber manchmal noch kleine Aussetzer. Sprich, er reagierte nach einer „Tastensperre“ manchmal erst bei der zweiten Berührung. Dieses Verhalten war nicht reproduzierbar, ist den Entwickler bekannt und wird in der finalen Firmware auch nicht mehr vorhanden sein.

Technische Daten

  • Android 1.6 (Update auf 2.1 in Kürze)
  • Qualcomm MSM7227 mit 600 MHz
  • 128 MB Speicher
  • GPRS/EDGE/HSDPA/HSUPA
  • GSM-Quadband (850/900/1800/1900 MHz), UMTS-Dualband (900/2100 MHz)
  • 3 Zoll Farbdisplay (16 Mio. Farben, 320×480 Pixel, kapazitiv)
  • 3,2 Megapixelkamera
  • UKW-Radio mit RDS
  • Bluetooth 2.0, WLAN 802.11b/g
  • USB 2.0, 3,5 mm Klinkenstecker, microSD Slot (bis zu 16GB)
  • 99 mm hoch, 54 mm breit und 15 mm flach
  • 104 g leicht inkl Akku

Betriebssystem & Software

Auf unserem X8 war Android 1.6 installiert und das Update auf 2.1 steht ja bereits in den Startlöchern.

Wie auch beim X10 Mini / Pro hat auch das Sony Ericsson X8 eine eigene Oberfläche inkl der 4-Ecken-Navigation und Timescape. Auf den 2,6“-Displays der Mini / Pro macht das auf jeden Fall Sinn, beim X8 ist Platz jedoch kein Problem mehr. Schade, dass man die Oberfläche nicht deaktivieren kann. Aber es bleibt zumindest die Möglichkeit eines alternativen Launchers aus dem Market.

Sony Ericsson hat Android mit der eigenen UI teilweise angepasst, erweitert, manchmal aber auch eingeschränkt. Nichts tragisches, aber als Androiduser sieht man es ;) In den einzelnen Kapitel gehe ich jeweils darauf ein.

So kann man z.B. auf jedem Desktop nur jeweils ein Widget ablegen – keine Icons oder ähnliches. An sich nix neues, sieht man auch beim X10 Mini / Pro. Das X8 ist jedoch nicht auf 5 oder 7 Desktops beschränkt. Wo die Grenze liegt, kann ich nicht sagen, bei 17 Desktops gingen mir leider die Widgets aus :D

Das X8 arbeitet schnell, gerät aber bei heftigem Multitasking aus dem Tritt. Da geht der freie Arbeitsspeicher schon mal unter 20 MB. Ein Taskkiller hilft da weiter …

Kamera

Die 3,2 Megapixelkamera macht mit ordentlich Umgebungslicht durchaus gute und brauchbare Bilder, bei schwachem Licht wird es mangels Blitzlicht jedoch schon grenzwertig. Viel Grau, kaum Kontraste, schade.

Die Software kann zudem nicht großartig konfiguriert werden, erfüllt aber ihren Zweck. Draufhalten, knipsen, fertig. Ein Foto ist in nicht mal zwei Sekunden aufgenommen und gespeichert. Leider zeigt das X8 dieses Foto dann auch an. Leider deshalb, weil man das nicht deaktivieren kann. Man muss immer mit der Pfeiltaste zurück.

Videos kann das X8 natürlich auch aufnehmen, aber auch hier sollte man auf genügend Licht achten, damit man sich im Nachhinein nicht ärgert.

Internet

Was auf X10 Mini / Pro wegen der geringen Auflösung nicht viel Spaß macht, klappt beim X8 einwandfrei. Im Internet surfen, egal ob mit dem internen Browser oder alternativ mit Opera geht schnell und die Seiten werden gut lesbar skaliert.

WLAN verträgt das X8 auch, nur mit meinem MacOS-Firmennetzwerk klappt es nicht, Umlauten in der SSID sei Dank. Aber im heimischen Netzwerk gab es nie Probleme. Über UMTS, aber auch über GPRS ist recht zügig unterwegs. Der Seitenaufbau geht beim X10i zwar schneller, aber das hat ja auch mehr RAM und ne stärkere CPU.

Messaging

Mit Timescape geht Sony Ericsson wie auch andere Hersteller klar Richtung Social Networks, da muss man natürlich auch tippen können. War mir das X10 Mini zu klein und das X10 Mini Pro perfekt Dank der physischen QWERTZ ist das X8 mit 3 Zoll Display absolut geeignet für SMS, eMails und Instant Messaging – egal ob man die virtuelle QWERTZ im Hoch- oder Querformat nutzt.

Die „Tasten“ sind nun groß genug zum schnellen Schreiben, die Worterkennung funktioniert richtig gut, leider hat Sony Ericsson ein paar Wörter vergessen nachzutragen. Wer auf einem frischen X8 mal das Wort „Xperia“ eingibt, wird sich wundern, was da vorgeschlagen wird :D

Die SMS werden übersichtlich in Threads sortiert, so dass man für jeden Kontakt einen eigenen Dialog hat.

Zu dem internen Mailprogramm kann ich leider nur wenig sagen, da ich meinen IMAP-Server leider nicht einbinden konnte. Es gab immer wieder eine Fehlermeldung wegen des Datums(?).

Das möchte ich dem X8 nicht ankreiden, vielleicht liegts ja an meinem Server … Mit K-9 klappte es jedoch, auch mit der Google-Sync gibt es keine Probleme.

Werbung: Sony Ericsson

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Navigation

Das Sony Ericsson X8 kommt mit einer Testlizenz von WisePilot ins Haus. Die erste Zeit ist kostenlos, danach kostet die Software für Europa jedoch immerhin 70 Euro im Jahr. Alternativ kann man auch für weitere drei Monate oder auch nur eine Woche buchen.

WisePilot funktioniert, keine Frage. Ich bin jedoch kein Fan von vorinstallierten Dingen, die irgendwann dann doch Geld kosten, egal ob es um Geräte von Sony Ericsson, HTC, Samsung oder von wem auch immer geht. Für gelegentliche Navigation – Datentarif vorausgesetzt – gibt’s ja noch Google Maps, das fast genauso viel kann, nur günstiger.

Organizer

Der Kalender ist vorhanden, jedoch angepasst und leicht eingeschränkt. So gibt es nur noch zwei Ansichten, Monat und Tag. Eine Übersicht für die Wochen und/oder die nächsten Termine fehlen leider. Auch gibt es kein Optionsmenü, neue Termine werden über das „+“-Symbol oben rechts erstellt. Ist nur im ersten Moment ungewohnt, zudem soll das X8 ja auch kein Über-Businesshandy sein. Für den Alltag reicht es.

Fotos, Musik & Videos

Fotos und Videos werden gemeinsam in einer Galerie angezeigt, die schnell lädt und ruckelfreies Scrollen erlaubt.

Der Musicplayer ist anfangs ein wenig unübersichtlich, da die Icons nicht unbedingt selbsterklärend sind. Im Alltag leistet er jedoch gute Dienste, genauso wie auch das Radio mit RDS-Funktion. Eine interne Antenne fehlt jedoch, man muss dafür ein Headset/Kopfhörer anschließen, kann dann aber trotzdem den X8-Lautsprecher zur Wiedergabe nutzen.

Telefon

Wie schon erwähnt hat das Sony Ericsson X8 gute und vor allem laute Lautsprecher. Selbst neben einer lärmenden Innenstadtstraße versteht man jedes Wort. Der Gegenüber hat da schon mehr Schwierigkeiten, Nebengeräusche werden zwar gedämpft/gefiltert, aber man hört den Lärm. Insgesamt aber vollkommen im Rahmen.

Der Empfang ist grundsätzlich in Ordnung, auch mit GSM in meinem Stahlbetonbunker. Jedoch verschwendet das Energiemanagement viel Energie, wenn denn das Netz mal weg ist.

Als Beispiel dient dazu mein Arbeitsplatz. Dank des vielen Stahls gibt’s immer wieder Funklöcher. Das X10 hat das zwei Tage überlebt, das X8 mit derzeitiger Software nicht mal einen Tag. Da gibt es noch Bedarf zur Nachbesserung.

Ich bin guter Dinge, dass das mit der finalen Software kein Problem mehr darstellt.X10 Mini / Pro haben es ja auch geschafft.

Akku

Sieht man vom Problem mit den Funklöchern ab, hält der Akku bei starker Nutzung fast 1,5 Tage durch. Also stundenlang telefonieren, immer wieder Facebook, ICQ, alle 15 Minuten eMails und dazu SMS ohne Ende … Im Alltag sollte es daher nur selten Probleme geben.

Fazit

Immer mehr Hersteller bringen nun preiswerte Androidhandys auf den Markt. Mit Social Network Software und Preisen um die 200 Euro sind diese Geräte und damit auch das Sony Ericsson X8 vor allem für junge Leute gedacht, die viel und gerne chatten.

Das X8 hat da gute Chancen, denn bis auf ein fehlendes Fotolicht ist die Hardware vollständig. Dazu kommt Android (demnächst 2.1) und Timescape für SMS, eMails, Facebook, VZ, twitter & Co. Softwareseitig gibt es nur wenig zu kritisieren, wenn dann manch fehlende Funktionen (Kalenderansichten) oder die nicht deaktivierbare 4-Ecken-Navigation.

Die Tage mit dem X8 haben Spaß gemacht, Timescape gefällt mir persönlich eh besser als andere UI. Es wird nicht lange bei den 219 Euro (UVP) bleiben. Der Straßenpreis dürfte auch auf Grund der Konkurrenz schnell unter 200 Euro liegen. Für den Preis ist das Sony Ericsson X8 mehr als nur eine Überlegung wert.

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<>Kommentare (3) a

2 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. HardWorkingBee Says:

    Test: Sony Ericsson Xperia X8 http://www.hardworkingbee.com/2010/09/28...

  2. primaklimas Says:

    RT @HardWorkingBee: Test: Sony Ericsson Xperia X8 http://www.hardworkingbee.com/2010/09/28...

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