Mitte Juni hatten wir das Sony Ericsson X10 Mini zum Test. Leider hat es wegen des arg kleinen Touchscreens so manche Schwächen, zum Beispiel wenn man schreiben/tippen will. Das X10 Mini Pro soll das Dank echter QWERTZ besser können – mal schaun …
Da die Gemeinsamkeiten recht groß sind, konzentriere ich mich hier mehr auf die Unterschiede zwischen dem Mini und dem Mini Pro. Wer noch weitere Informationen zum Mini haben möchte, der kann gerne davor oder danach den Test des X10 Mini lesen.
Das Mini Pro ist fast identisch mit dem Mini. Aber nur fast. Es ist 90mm hoch (Mini: 83mm), 52mm breit (50mm) und 17mm flach (16mm). Auffällig ist der Gewichtsunterschied, 120 Gramm statt 88 ist schon was. Aber dafür gibt es zwei wesentliche Vorteile. Zum einen ganz klar die QWERTZ-Tastatur. Aber auch der nun austauschbare Akku. Zwar hat dieser nur noch eine Kapazität von 930mAh statt 950, aber das macht sich im Alltag kaum bemerkbar.
Größte Schwäche des Mini ist die Eingabe von Texten, also bei SMS und eMails. Aber auch eine URL kann schon mal zur Qual werden. Das Mini Pro ist da nun wesentlich angenehmer. Die Tasten sind in vier Reihen, jedoch teilweise seltsam angeordnet. So findet man die Backspace-Taste nicht oben rechts, sondern statt dessen das P … verdammt störend. Auch die Platzierung der Cursor- bzw Pfeiltasten sind zumindest fragwürdig. Auf fast jeder Handy-QWERTZ findet man sie unten rechts, analog zur normalen PC-Tastatur. Beim Mini Pro sind sie links und rechts neben der Leertaste. Muss nicht von Nachteil sein, aber die Umgewöhnung dauert halt …
Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist immer sehr schwierig zu beschreiben. Ich persönlich empfinde die Tasten zwar ein wenig härter als die des Nokia N900, aber noch vollkommen ok. Und obwohl die Fläche der Tastatur recht klein ausfällt, liegen die Tasten relativ weit auseinander. Hat man sich erstmal an die Anordnung gewöhnt (P, Cursor), kann man wirklich schnell und fehlerfrei blind schreiben.
Zur Software möchte ich auch ein paar Worte verlieren. Leider erstmal ein paar negative. Da wäre die weiterhin geringe Auflösung, die in vielen Apps zur fehlerhaften Darstellung führt. Bei der Facebook-App ist es ja zumindest keine Funktionseinschränkung, es sieht halt nur blöd aus, wenn in einem Button ein Zeilenumbruch steckt. Aber in manchen Apps fehlt einfach was.
In Speedtest z.B. kommt nach dem Test eigentlich ein Button, mit dem man den Test ein weiteres Mal starten kann. Leider ist der Button weit unten programmiert, so dass er auf Mini/Mini Pro nicht sichtbar ist – und scrollen kann man in der App nicht. Das kann man durchaus als Negativbeispiel für Android nehmen. Es gibt einfach zu viele Auflösungen, zu viele Versionen, dass manche Programmierer gar nicht alles anpassen können/wollen.
Was mich aber enorm gestört hat – beim Mini ist es mir mangels Akkuladung nicht aufgefallen – ist das Verhalten beim Anschluss des Datenkabels. Dazu muss man wissen, schließt man das normale Netzteil an (also Steckdose auf microUSB), dann wird der Akku sofort geladen und die LED oben rechts leuchtet dauerhaft orange.
Verbindet man aber nun treudoof das Mini Pro mit dem PC und will es auf diese Weise laden, leuchtet die LED auch sofort dauerhaft orange – aber der Akku wird NICHT geladen. Somit hing das Mini Pro einmal 10 Stunden über Nacht komplett sinnlos am PC … und ging am nächsten Morgen überraschend aus.
Zum Laden des Akkus am PC muss man erst den dazugehörigen Modus auf dem Display wählen. An sich logisch und keine Schwierigkeit, aber es ändert nichts am Verhalten der LED. Diese soll ja eigentlich dazu diesen, einen Status anzuzeigen, macht sie jedoch nicht bzw doch. Sie zeigt mit orange an, dass ein Kabel angeschlossen ist, mehr aber auch nicht. Sinnvoller wäre es, das Laden z.B. mittels blinkender LED anzuzeigen.
Beim OS bzw der Oberfläche hat sich nichts getan. Man hat weiterhin bis zu sieben Desktops, die jedoch nur angezeigt werden, wenn man ein Widget darauf ablegt. Leere Desktops werden nicht angezeigt. Und man kann auch weiterhin nur Widgets ablegen, keine Apps, leider …
Sehr schön ist die App Creatouch zum Erstellen eigener Hintergrundbilder. Und auch der Empfang ist gut. Das Sony Ericsson X10 Mini Pro ist das erste Handy, das in meinem “guten” alten DDR-Stahlbetonbunker GSM-Empfang hat – Respekt, ganz ehrlich. Die Geschwindigkeit im UMTS-Netz könnte jedoch schneller sein. Während das Nokia N900 regelmäßig die 3,6 Mbit/s erreichte, kam das Mini Pro mit der anderen o2- Multicard nie über 2 Mbit/s.
Fazit
Auch wenn ich hier viele negative Dinge schreibe, so ist das Sony Ericsson X10 Mini Pro alles andere als schlecht. Es sind hier wie gesagt nur die Unterschiede zum Mini und ein paar Dinge, die mir noch aufgefallen sind.
Wer mit den Fehlern, verursacht durch die geringe Auflösung, leben kann und das Mini Pro optisch ansprechend findet, der bekommt ein vollwertiges kleines Smartphone. WLAN, HSPA, GPS, Radio, eine gute QWERTZ … eigentlich alles drin.
Nur das 2,55 Zoll kleine Display von Mini und Mini Pro ist einfach von Nachteil, speziell bei Texten. Ganz ehrlich, würde ich jedem Mini-Interessierten das Mini Pro empfehlen. Es ist einfach das bessere Mini …























August 13th, 2010 at 02:26
Minitest: Sony Ericsson X10 Mini Pro http://www.hardworkingbee.com/2010/08/13...
August 13th, 2010 at 07:59
RT @HardWorkingBee: Minitest: Sony Ericsson X10 Mini Pro http://www.hardworkingbee.com/2010/08/13...